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Stichwort „Kinder- und Medizinhilfe Laos“

Was andere sagen

Dr. Sonja Geiler - Gynäkologin

 

Ich habe Laos zweimal besucht, einmal 2011 (Phonemy) und später 2014 (Thakhek). Beide Male stellte die Arbeit in der Klinik den Hauptgrund dar und beide Male war ich inspiriert und vorbereitet durch Isabelle und Volker Schöffl,  ohne die der Kontakt in dieses Land nicht hergestellt worden wäre. Rückblickend bin ich dankbar für diese Erfahrungen, denn sie haben meine Erwartungen korrigiert und prägen mich sicherlich bis heute. Als großen Nachteil habe ich die Sprachbarriere empfunden, da in den Kliniken überwiegend (noch) nicht in Englisch kommuniziert werden kann, obwohl die Ausbildung vieler Studenten mittlerweile auch in Englisch erfolgt. Aber gerade in meinem Bereich, der Geburtsmedizin, sind viele Dinge „grenzüberschreitend“ sehr ähnlich; es sind eher die kulturellen Unterschiede und die Besonderheit eines Entwicklungslandes, die eine unterschiedliche Herangehensweise rechtfertigen. Hat man das selbst verinnerlicht, kommt man in Laos und auch wieder zu Hause an.

Dr. med. Michael Simon -  Assistenzarzt

 

Bereits während meines Studiums hatte ich über mehrere Monate ein sehr bereicherndes Klinik-Praktikum in Sri Lanka absolviert. Daher war mein Wunsch groß, auch während meiner Facharztausbildung zum Orthopäden und Unfallchirurgen Erfahrungen im Ausland zu sammeln – sowohl in der Klinik als auch in der Entwicklungshilfe. Durch meine Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Schöffl hatte ich schon vor meinem Aufenthalt sehr viel positives, aber auch befremdliches über die Arbeit in Laos gehört: „Als Chirurg behandelt man dort alles: traumatische Gehirnblutungen, Kieferoperationen, Kinderchirurgie und natürlich die gesamte Unfallchirurgie und Allgemeinchirurgie...“, „Bohren, ja da gibt es noch eine alte Bosch-Bohrmaschine“. Für mich stand fest, da muss ich hin. Vor Ort wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. Vom ersten Tag an wurde ich von den Kollegen vor Ort aufs Wärmste willkommen geheißen und hatte dadurch die Möglichkeit hautnah in das Leben in Laos einzutauchen, neue Freunde zu finden und mein medizinisches Können weiterzuentwickeln. Beeindruckend war vor allem die außergewöhnlich hohe Motivation der lokalen Chirurgen für die Patientenversorgung und das trotz aller Widrigkeiten. Vor und nach der täglichen Arbeit in der Klinik, die finanzielle nicht ausreicht um den  Lebensunterhalt   zu  bestreiten, arbeitet  jeder Arzt  in seiner

eigenen Praxis und behandelt dort weitere Patienten. Ein normaler Arbeitstag kommt da schon mal auf 15 Stunden und das noch ohne Dienste. Ferner war für mich der Mangel an medizinischen Gerätschaften und Implantaten anfangs sehr erschreckend. Schrauben und Platten, welche „secondhand“ Verwendung finden, werden aus Mangel an verschiedenen Größen kurzerhand während der Operation mit dem Seitenschneider bearbeitet. Im OP findet zum Bohren tatsächlich eine alte Bosch-Bohrmaschine fast täglich ihren Einsatz, wenn die geringe Anzahl an alten Druckluft-Bohrmaschinen noch nicht aufbereitet werden konnte. Einen Bildwandler zum Durchführen von Röntgenbildern während einer Operation, gibt es erst seit einem Jahr und das dank der Unterstützung aus Bamberg, wie mir stolz berichtet wurde. Umso bemerkenswerter ist es,  wie mit einfachsten Mitteln unter sehr erschwerten Bedingungen dank des großen Erfindungsreichtums der Kollegen vor Ort, die medizinische Versorgung der Patienten sicher gestellt wird. Darüber hinaus zeigt das Werk von Prof. Dr. Schöffl, der ohne bürokratische Zwischenschritte bereits seit 15 Jahren vor Ort in Zusammenarbeit mit den lokalen Ärzten tätig ist, wie viel der Einsatz einzelner hoch motivierter Mediziner bewirken kann.

 

Alles in allem kann ich jedem Kollegen die Mitarbeit in Laos sowohl für die persönliche als auch für die medizinische Weiterentwicklung sehr ans Herz legen. Mein Fazit: Ich komme wieder und werde versuchen bis dahin auch von meiner Heimat aus, meinen Teil zur Unterstützung der Kinder- und Medizinhilfe Laos e.V. beizutragen.

Dr. med. Jan-Erik Werry -  Assistenzarzt


Von Anfang Februar bis Ende März 2017 habe ich insgesamt 6 Wochen in Laos verbracht. Für 4 Wochen habe ich im Krankenhaus in Thakhek in der Unfallchirurgie und der Allgemeinchirurgie gearbeitet. Die Erlebnisse innerhalb und auch außerhalb des Krankenhauses lassen sich kaum in Worte fassen. Trotzdem will ich versuchen einen kurzen Überblick zu geben. Laoten sind extrem optimistische und offenherzige Menschen, die mich sofort in ihren Reihen willkommen geheißen haben. Sowohl innerhalb als auch außerhalb des Krankenhauses fühlte ich mich immer willkommen. Praktisch sofort wurde ich in den Alltag eingegliedert. Schnell führte ich auch Operationen zusammen mit den laotischen Ärzten durch. Tatsächlich war es ein gegenseitiges lernen. Ich habe gelernt wie man mit wenig Mitteln doch einiges erreichen kann, und was man tun kann wenn man mal nicht „alles“ parat hat an diagnostischem und operativem Instrumentarium. Dennoch versucht man alles um den Patienten optimal zu versorgen. Gleichzeitig habe ich versucht den Ärzten Gewisse Handgriffe und Vorgehensweisen näher zu bringen, die ich in Deutschland gelernt habe. Die Abende und Wochenenden habe ich genutzt um das Umland mit dem Motorrad zu erkunden. Viele Ausflüge mit den laotischen Ärzten und Touren in dem nahegelegenen Kletterparadies „Green Climbers Home“ haben die

Erfahrung landschaftlich und auch sportlich für mich vervollständigt. Im Nachhinein bleibt mir der Dank für die unglaubliche Gastfreundschaft der Laoten und für die unzähligen interessanten, lustigen und spannenden Momente die ich in Laos erleben durfte, und natürlich auch an Professor Schöffl, der mir das ganze durch seine Beziehungen ermöglicht hat.

 

Auf jeden Fall ein Auslandsaufenthalt der meinen persönlichen aber auch meinen professionellen Charakter sehr stark beeinflusst hat.

Da bleibt nur zu sagen: jederzeit wieder!